
Bewerbermarathon im 21. Jahrhundert – Wie man mit „Open to Work“-Krönchen durchs KI-Labyrinth stolpert
Februar 2026
Arbeitslosigkeit: Theorie vs. Realität
Theoretisch klingt Arbeitslosigkeit nach einer kleinen Auszeit. Praktisch fühlt es sich eher an wie ein Gedankenmarathon ohne Ziellinie. Der Januar 2026 war der längste Monat meines Lebens – und ich habe Jahre mit 60‑Stunden‑Wochen in der Hotellerie hinter mir.Während Betriebe schliessen und Prozesse automatisiert werden, wird der Mensch „optimiert“ – sprich: wegrationalisiert. Ein Algorithmus kann vieles, aber kein echtes Lächeln ersetzen, keine Konflikte entschärfen und keine Gäste lesen wie ein offenes Buch. Rational weiss ich das. Emotional fühlt es sich trotzdem an, als hätte man mir die Berufsidentität aus der Hand genommen. Plötzlich ist man nicht mehr Führungskraft, sondern „verfügbar“.
Gut gemeinte Ratschläge, die niemand braucht
„Geniesse die Zeit.“ „Mach mal nichts.
“Wunderbar – ungefähr so hilfreich wie ein „Kopf hoch“ nach einem Beinbruch.
Denn man will nicht geniessen. Man will beitragen. Teil eines Teams sein. Wert schaffen statt warten.
Der Moment der Wahrheit: „Open to Work“
Irgendwann klickt man dann doch auf „Open to Work“. Der grüne Ring um das Profilbild – die digitale Krone der Hoffnung.
Der Moment der Wahrheit: „Open to Work“
Irgendwann klickt man dann doch auf „Open to Work“. Der grüne Ring um das Profilbild – die digitale Krone der Hoffnung.
Und plötzlich explodieren die Impressionen. Likes, Kommentare, Nachrichten. Ob echtes Interesse oder stille Erleichterung, dass es einen selbst (noch) nicht erwischt hat, bleibt offen.
Warum ich darüber schreibe?
Bewerben im Jahr 2026 ist für mich kein Makel, sondern ein strategischer Lern‑ und Positionierungsprozess.
Ich habe mich bewusst sichtbar gemacht, meine berufliche Ausrichtung geschärft und genau beobachtet, wie Recruiting heute funktioniert – und wo es scheitert.
Ich möchte Impulse geben, wie wir Recruiting menschlicher, klarer und wirksamer gestalten können. Effizient, ja – aber nicht entmenschlicht.
Ich brauche dafür nur eine Chance. Die Chance, nicht „eine weitere Bewerberin“ zu sein, sondern jemand, der aktiv dazu beiträgt, dass der Bewerbermarathon im 21. Jahrhundert wieder zu dem wird, was er sein sollte: ein Weg, auf dem sich Unternehmen und Mensch wirklich begegnen – auf Augenhöhe.
Mit den ersten Gesprächen kommt die nächste Disziplin des Marathons: Unsicherheit. Wirke ich souverän genug?
Wie viel Ehrlichkeit verträgt ein Bewerbungsprozess? Ab wann gilt man als Risiko?
Zwischen Chance und Zuhause
Parallel ringt man mit der Frage: berufliche Chance oder persönliches Zuhause?
Zwischen Chance und Zuhause
Parallel ringt man mit der Frage: berufliche Chance oder persönliches Zuhause?
Mehrere Stunden Arbeitsweg oder ein Zimmer in der Nähe der neuen Stelle – das ist kein Karriereratgeber-Dilemma, das ist echtes Leben.
Das Herzstück: der Bewerbungsprozess
Ich wünsche mir – und das ist nicht zu viel verlangt – einen Prozess auf Augenhöhe. Respekt statt Standardfloskeln. Wertschätzung statt KI-generierter 08/15‑Absagen, die so generisch sind, dass sie auch an einen Gabelstaplerfahrer, eine Neurochirurgin und einen Floristen hätten gehen können. Dann weiss man: Ich war kein Mensch. Ich war ein Datensatz.
Das Herzstück: der Bewerbungsprozess
Ich wünsche mir – und das ist nicht zu viel verlangt – einen Prozess auf Augenhöhe. Respekt statt Standardfloskeln. Wertschätzung statt KI-generierter 08/15‑Absagen, die so generisch sind, dass sie auch an einen Gabelstaplerfahrer, eine Neurochirurgin und einen Floristen hätten gehen können. Dann weiss man: Ich war kein Mensch. Ich war ein Datensatz.
Wir brauchen bessere HR‑Prozesse:
- mehr erfahrene HR Business Partner
- weniger überlastete Sachbearbeiterinnen, die 60 Dossiers am Tag durchklicken
- weniger Buzzword‑Filter
- mehr Blick für Menschen
Warum ich darüber schreibe?
Bewerben im Jahr 2026 ist für mich kein Makel, sondern ein strategischer Lern‑ und Positionierungsprozess.
Ich habe mich bewusst sichtbar gemacht, meine berufliche Ausrichtung geschärft und genau beobachtet, wie Recruiting heute funktioniert – und wo es scheitert.
Ich möchte Impulse geben, wie wir Recruiting menschlicher, klarer und wirksamer gestalten können. Effizient, ja – aber nicht entmenschlicht.
Ich brauche dafür nur eine Chance. Die Chance, nicht „eine weitere Bewerberin“ zu sein, sondern jemand, der aktiv dazu beiträgt, dass der Bewerbermarathon im 21. Jahrhundert wieder zu dem wird, was er sein sollte: ein Weg, auf dem sich Unternehmen und Mensch wirklich begegnen – auf Augenhöhe.
Mein Fazit
Wir haben eine Übersättigung an Führungskräften, aber einen Mangel an Menschen, die überhaupt noch geführt werden können. Viele sind ausgebrannt, haben die Branche verlassen oder sind im Algorithmus‑Dickicht verschwunden. Wir reden vom „War for Talents“, behandeln Bewerbende aber oft wie austauschbare Nummern.Es muss sich etwas ändern – im Mindset, im Recruiting, im Umgang mit Technologie und vor allem in der Wertschätzung für Menschen, die den Mut haben zu sagen: „Ich suche. Ich will. Ich kann.“
Wir haben eine Übersättigung an Führungskräften, aber einen Mangel an Menschen, die überhaupt noch geführt werden können. Viele sind ausgebrannt, haben die Branche verlassen oder sind im Algorithmus‑Dickicht verschwunden. Wir reden vom „War for Talents“, behandeln Bewerbende aber oft wie austauschbare Nummern.Es muss sich etwas ändern – im Mindset, im Recruiting, im Umgang mit Technologie und vor allem in der Wertschätzung für Menschen, die den Mut haben zu sagen: „Ich suche. Ich will. Ich kann.“

Fasten – 5 Tage Wellnesswoche
Mein ehrlicher (und leicht koffeinabhängiger) Bericht
Januar: Neustart mit alten Bekannten
Januar. Die Zeit, in der wir alle plötzlich glauben, komplett neue Menschen zu sein. Neue Vorsätze, neue Motivation, neuer Kalender – gleicher Körper, gleicher innerer Schweinehund. Und wie soll es anders sein: Ich beschließe, eine 5-tägige Fasten-Wellnesswoche zu starten.
Warum auch nicht – nach rund 20 Jahren Diäterfahrung darf man sich ja mal als „Profi“ bezeichnen.
Auf und Abs sind meine treuen Begleiter, wir kennen uns inzwischen beim Vornamen. Und dann ist da noch mein innerer Schweinehund: ein waschechter Narzisst, der mich fest im Griff hat. (Und ja, für mich ist es ein Narzisst. Bitte keine Gender-Beschwerden – das Biest hat ganz klar männliche Energie.)
Mein Masterplan – oder: Ich und meine Hochglanz-Version
Voller Motivation starte ich in Tag 1 und bastle mir natürlich einen perfekten Plan:
Fasten: Mehr als nur Detox
Mein Masterplan – oder: Ich und meine Hochglanz-Version
Voller Motivation starte ich in Tag 1 und bastle mir natürlich einen perfekten Plan:
- 05:00 Uhr – aufstehen, Kaffee trinken
- 05:30 Uhr – Sport mit Madame „Growing Ananas“
- 06:00–07:00 Uhr – duschen, cremen, pflegen, so tun, als hätte ich alles im Griff
- ab 07:00 Uhr – am Computer die To-dos des Tages erledigen
- 13:00 Uhr – Pause mit Spaziergang in der Natur
- ca. 17:00 Uhr – Feierabend
Fasten: Mehr als nur Detox
Hinter all der Romantik vom „Detox“ und „Reset“ steckt etwas ziemlich Bodenständiges:
Unser Körper tut endlich wieder das, wofür er ursprünglich gemacht wurde – arbeiten. Und zwar mit seinen alten, urzeitlichen Programmen.
Fasten aktiviert die Steinzeit-Version von uns
Meine 5 Tage – Gefühlskarussell inklusive
Tag 1 – „Ich bin eine Maschine!“
Voller Energie, Motivation, Disziplin. Hunger? Fehlanzeige.
Tag 2 – Gelüste im Kopfkino
Gedanken werden kreativer. Gelüste tauchen auf. Die berühmten 5 Minuten werden zur Lebensphilosophie.
Tag 3 – Das emotionale Tief
Müdigkeit, Frust, depressive Stimmung. Kein echter Hunger, aber mentale Herausforderung pur.
Tag 4 – Energieschub und Waldbaden
Stimmung hellt sich auf, Körper fühlt sich klarer an. 1,5 Stunden Waldweg – Heldentat!
Tag 5 – Endspurt mit Sabotageversuch
Der innere Narzisst meldet sich zurück. Verlockungen überall. Aber: mentale Stärke triumphiert.
Fasten ist keine Diät
Ich habe diese Kur nicht gestartet, um abzunehmen. Fasten ist:
Eine Fastenkur – unterstützt von hochwertigen Säften (z.B. BIOTTA) – kann:
Unser Körper tut endlich wieder das, wofür er ursprünglich gemacht wurde – arbeiten. Und zwar mit seinen alten, urzeitlichen Programmen.
Fasten aktiviert die Steinzeit-Version von uns
- Essen – Nicht-Essen – Essen – Nicht-Essen
- Energiesparen & Reserven nutzen
- Überlebensmodus statt Schwäche
- Zellreinigung durch Autophagie
- Rückkehr zu einem natürlichen Rhythmus
- Bis ca. 16 Stunden: Blutzucker und Insulin sinken, Zuckerspeicher leeren sich, erste Fettverbrennung beginnt.
- 16–24 Stunden: Ketonkörper fürs Gehirn, Zellreinigung startet.
- 24–48 Stunden: Fettverbrennung läuft, Wachstumshormon steigt, Reparaturprozesse intensivieren sich.
Meine 5 Tage – Gefühlskarussell inklusive
Tag 1 – „Ich bin eine Maschine!“
Voller Energie, Motivation, Disziplin. Hunger? Fehlanzeige.
Tag 2 – Gelüste im Kopfkino
Gedanken werden kreativer. Gelüste tauchen auf. Die berühmten 5 Minuten werden zur Lebensphilosophie.
Tag 3 – Das emotionale Tief
Müdigkeit, Frust, depressive Stimmung. Kein echter Hunger, aber mentale Herausforderung pur.
Tag 4 – Energieschub und Waldbaden
Stimmung hellt sich auf, Körper fühlt sich klarer an. 1,5 Stunden Waldweg – Heldentat!
Tag 5 – Endspurt mit Sabotageversuch
Der innere Narzisst meldet sich zurück. Verlockungen überall. Aber: mentale Stärke triumphiert.
Fasten ist keine Diät
Ich habe diese Kur nicht gestartet, um abzunehmen. Fasten ist:
- ein Neustart,
- eine Einladung zur Reflexion,
- der Beginn bewusster Ernährung.
Eine Fastenkur – unterstützt von hochwertigen Säften (z.B. BIOTTA) – kann:
- dem Körper guttun,
- den Stoffwechsel entlasten,
- den Kopf klären,
- das Leben bewusster machen.
- wie stark Gedanken sein können,
- wie lange 5 Minuten dauern können,
- dass Hunger und Appetit verschieden sind,
- und dass der Körper mehr kann, als man glaubt.
Schlussgedanke
Es gibt viele Wege zu einem gesunden Leben. Fasten kann einer davon sein – muss aber nicht. Entscheidend ist, dass du deinen eigenen Weg findest.
Mit oder ohne Fasten.
Mit oder ohne Kaffee.
Mit oder ohne Kaffee.
Aber idealerweise mit einem liebevolleren Umgang mit dir selbst – und deinem ganz persönlichem Narzisst.
